Der Eichenprozessionsspinner ist ein wärmeliebende Schmetterlingsart, dessen Raupen sich auf Eichen spezialisiert haben und in den letzten Jahren zunehmend verbreitet auftreten.


Neben der forstlichen Bedeutung als Baumschädling stellt der Eichenprozessionsspinner eine erhebliche gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung dar. Die Raupen besitzen winzige Brennhaare, die ein Gift enthalten und beim Menschen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen können. Typische Beschwerden nach Kontakt sind starker Juckreiz, Quaddeln, Pusteln und andere Hautentzündungen („Raupendermatitis“). Zudem können Augenreizungen mit Brennen und Rötung sowie Atembeschwerden bis hin zu asthmatischen Anfällen, Schwindel, Fieber und Störungen des Allgemeinbefindens auftreten. Die Brennhaare wirken auch dann weiter, wenn sie sich von den Raupen gelöst haben, reichern sich im Unterholz und in der Umgebung an und bleiben dort über mehrere Jahre aktiv. Mit jedem weiteren Kontakt können die Beschwerden zunehmen.


Zum Schutz der Bevölkerung und der Beschäftigten ist ein umsichtiges Verhalten erforderlich. Befallene Gebiete sollten während der Raupen- und Puppenzeit möglichst gemieden und Garten‑, Holz‑ und Pflegearbeiten verschoben werden. Raupen und Nester dürfen nicht berührt werden, außerdem ist ein Haut‑ und Augenkontakt zu vermeiden.


Um die vom Eichenprozessionsspinner ausgehenden Gefahren einzudämmen und um eine weitere Verbreitung zu erschweren, werden in Niedersachsen die betroffenen Gemeinden und Landkreise aktiv und ergreifen Vorsichtsmaßnahmen wie Beschilderung oder Sperrung befallener Areale sowie Bekämpfungsmaßnahmen wie Absaugen oder chemische Behandlung der Nester.


Das Gesundheitsamt des Landkreises Aurich beantwortetZusätzliches

 

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